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Macht und Ästhetik

Was haben Macht und Ästhetik mit der Reitkunst zu tun?

Um diese Frage soll es in diesem Blog-Beitrag gehen. Zunächst gilt es jedoch zu verstehen, was gemeint ist, wenn wir von Macht und Ästhetik sprechen.

Verortet man den Gegenstandsbereich der Ästhetik ausschließlich im Bereich der Kunst und wie in der Alltagsverwendung gebräuchlich nur für die „schönen Künste“, scheint es als hätten Macht und Ästhetik nicht unbedingt einen Bezugspunkt. Zudem wird der Begriff „Macht“ häufig negativ im Zusammenhang mit Machtmissbrauch verwendet und mit Gewalt assoziiert. Von einer solch eng gefassten Begriffsdefinition von Macht und Ästhetik soll hier Abstand genommen werden. Bei näherer Reflexion erweist sich Macht als ein wertfreies, omnipräsentes Phänomen, das charakteristisch für soziale Interaktion an sich ist. Darüber hinaus kann der Bereich der Ästhetik als ein zweckbefreiter, sinnlicher Modus beschrieben werden, der auch über den Bereich der Kunst hinaus erfahrbar ist.

Macht und Ästhetik stehen dann sehr wohl in einem sich gegenseitig bedingenden Verhältnis zueinander.

Die klassische Reitkunst, als Kunsthandwerk, ist ihrerseits durch ein starkes Machtgefüge geprägt. Sie hat ihren Ursprung in den antiken Schriften des Philosophen Xenophon, der bis heute als der Begründer der Reitkunst gilt.

„der Weise und das Thier werden sich nähern und einen neuen Typus ergeben!“ Dostojewski

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